Donnerstag, 25. April 2013

Mann und Haar

Seit der Erfindung des metrosexuellen Mannes und der in Folge sprunghaft angestiegenen Anzahl an Pflegeprodukten für Haut und Haar desselben ist wohl jederfrau klar, dass sich männliche Mitbewohner mit einer Hingabe der Pflege ihrer Behaarung (sei sie auf Körper oder Haupt angesiedelt) widmen, die der weiblichen in nichts nachsteht. Ich musste mir das spätestens zu dem Zeitpunkt eingestehen, als ich erkannte, dass meine Söhne
1. ihr Haar länger tragen als ich selbst;
2. wesentlich mehr Haarpflegeprodukte als ich besitzen;
3. morgens im Bad zeitintensive Prozeduren vollziehen (ich sage nur: Glätteisen!), die einzig und allein der perfekten Frisur geweiht sind und das Bad zur gasmaskenpflichtigen Zone machen.

Der Übergang vom kindlichen Superkurzhaarschnitt Marke "praktisch, pflegeleicht und bei Lausbefall unbezahlbar" zum kunstvoll gefärbten, gegelten, gesprayten,  Haarstyling kann sich offenbar innerhalb von Stunden vollziehen. Seid bereit! Und sorgt für ausreichend Platz im Bad...die morgendliche Kampfzone sollte durch genaue Absteckung des Terrains der beteiligten Parteien in ihrem fragilen Gleichgewicht gehalten werden...

 Dürfen Mütter ihren Kindern die Haare schneiden? Oder verpassen wir den Ärmsten  ein lebenslanges Trauma, hervorgerufen durch die heiteren Reaktionen von Mitschülern? Zu meiner Volksschulzeit kamen einige Kinder noch mit dem klassischen Topfschnitt in die Schule - ich glaube, heute würde dieser Haarschnitt bereits als Körperverletzung durchgehen... die allgemeine Qualität des Bürstenschnitts hat sich dagegen durch die weite Verbreitung der Haarschneidemaschine derartig verbessert, dass eigentlich nichts mehr gegen einen "Friseuse Mama" spricht. Vorausgesetzt, diese bringt zumindest rudimentäres handwerkliches Geschick mit in die Firma!
Ich kann jedenfalls nur zur Anschaffung eines guten Gerätes raten, zusätzlich zu einer Effilierschere (wirkt Wunder bei missglückten Stellen!) und zu einem professionellen Friseurumhang - außer ihr schafft es, einem herumzappelnden, sich ständig kratzenden Kind etwas annähernd Frisurähnliches zu verpassen. Gibt´s alles in den Läden für Friseurausstattung oder im Internet. Mit ein bisschen Übung gelingen dann auch modischere Varianten, versprochen!
Und zur besseren Motivation kann man ja für jeden gesparten Friseurbesuch ein paar Euro in eine Sparbüchse stecken...ergibt nach einem Jahr auch eine nette Überraschung!



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